Shitstorm – der EXTRAKLASSE

…oder besser gesagt in der „economy class“

Man könnte meinen, wenn einem redaktionell sonst nichts mehr einfällt schreibt man eben über Sch….. ! Aber das ist in diesem Fall weit gefehlt. Auch könnte die Überschrift stattdessen lauten:

Der ganz normale Familienwahnsinn auf Reisen

Aber beginnen wir mit dem Positiven: Ich war mit meiner Großfamilie eine wundervolle Woche in dem Haus meiner Oma in Marbella. Bis zu unserem letzten Tag hatten wir eine tolle und erholsame Zeit bei schönstem Wetter und bestem Essen =)

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Dass der Urlaub aber für immer in unserer Erinnerung bleiben wird, liegt wohl eher an den letzten 24 Stunden unserer Reise. Aus dem Nichts lag plötzlich die ganze Familie am Abend vor der Abreise mit Magen-Darm-Problemen flach.

Nach einer anstrengenden Nacht und mit der Hoffnung, das Gröbste überstanden zu haben, machten wir uns dann am nächsten Morgen auf den Weg zum Flughafen. Dass diese Annahme einer meiner größten Irrtümer werden würde, hätte ich eigentlich schon auf der Fahrt zum Flughafen merken können, denn zum einen hat unser kleine Maus sich erneut übergeben müssen und zum anderen hat mein Freund sich wohl gedacht: Sicher ist Sicher und auch den Autoschlüssel des anderen Leihwagens eingesteckt, so dass die andere Hälfte der Familie erstmal zu Hause festsaß (dass dieser eigentlich Fauxpas zur Nebensache wurde, erklärt sich gleich mit Sicherheit von selbst, liegt aber eventuell auch daran, dass wir einen wohl Formel1-affinen Taxifahrer gefunden haben, der den Autoschlüssel zurückgebracht hat, ohne dass der Rest der Familie ihren Flieger verpasst hat).

Völlig ohne Missgeschicke haben wir es dann durch die Security geschafft und hatten noch genug Zeit 2x Babyshoppen zu gehen. Dass sich die mehrfachen neuen Outfits für Luna mehr als bezahlt machen sollten, wurde uns dann aber schon vor dem Start in Richtung Barcelona bewusst, als es bei Luna erneut mit dem Durchfall losging und wir den ersten Komplett-Wechsel durchführen mussten. Und da sind wir dann auch beim Thema, denn was ein wirklicher Shitstorm ist, das weiß jede Mutter, die mal versucht hat bei Turbulenzen auf einer Flugzeugtoilette sein sich immer drehen-wollendes Kind zu wickeln.

Dieser Vorgang wiederholte sich mit Zwischenstopp in Barcelona insgesamt 6 Mal, so dass wir nicht nur alle Windeln, sondern auch alle neuen Outfits komplett aufgebraucht haben. Wie gut, dass ich so gerne shoppe 😉

Glück im Unglück sozusagen. Denkste! Kaum gelandet in Hamburg mussten wir feststellen, dass die Hälfte unseres Gepäcks nicht nur nicht mitgekommen ist, sondern auch „momentan leider nicht ortbar“ sei. Zu allem Überfluss gehörte zu den fehlenden Gepäckstücken nicht nur Lunas Kindersitz und ihr Stokke-Kinderwagen, sondern auch unsere Winterjacken und der Haustürschlüssel.

Ohne Kindersitz konnten wir also leider nicht den Fahrdienst von meinem Bruder in Anspruch nehmen (Danke trotzem Tobi!!!), sondern haben uns „schnell“ mit einem Taxi auf den Weg nach Hause gemacht und schon mal den Schlüsseldienst bestellt. Dieser kam auch relativ zeitnah und versicherte uns, dass er die Tür schnell öffnen könne (ich habe in 90 Minuten selten jemanden so oft fluchen und „wir habens gleich, maximal noch 5 Minuten“ sagen hören, wie an diesem Nachmittag). Wir konnten dieses Schauspiel (das sich nach dem Scheitern an der Haustür an der Kellertür fortsetzte) bewundern und haben eigentlich jeden Moment mit einem Team von Versteckte Kamera gerechnet, spätestens als Lennox sich mit dem Rest der Familie aus Bremen als sicher gelandet gemeldet hat, mit dem kurzen Nebensatz, dass „hier nicht nur das Gepäck, sondern auch das Auto abhanden gekommen sei!“.

Letztendlich ist eigentlich das einzig positive an diesem Tag, dass Benni abends kein Fussball mehr spielen konnte, da er pünktlich zum Anpfiff dem Schlüsseldienst helfen musste unsere Tür aufzubrechen. An einem solchen Tag hätte das sicher sowieso mit ’nem verdrehten Knie oder so geendet 😉

Inzwischen ist auch fast das gesamte Gepäck wieder aufgetaucht, so dass wir zwar schon wieder urlaubsreif sind, aber uns immerhin wieder jahreszeitgemäß anziehen und (zumindest teilweise) auch schon wieder über diesen Tag lachen können =) Bis auf Lunas‘ Grand Père natürlich. Von seinem geliebten französischen Flitzer fehlt weiterhin jede Spur, und ist tatsächlich gestohlen worden.

Welches sind denn eure schönsten (schlimmsten) Urlaubsgeschichten?

Eure Nina

P.s. Das es insgesamt trotz allem ein toller Urlaub war, könnt ihr auch in meiner Urlaubs Top 10 nachlesen;)

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1 Kommentare

  1. Oh je – Magen-Darm im Flugzeug – der ultimative Albtraum eines jeden Emetophobikers! Und dann der Rest dazu – schlimmer geht es ja kaum. Gut, wenn man hinterher darüber schmunzeln kann :-).

    Viele Grüße
    Danielle

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