Verkehrte Welt

7:30 Uhr, der Wecker klingelt. Schnell Aufstehen, duschen, ein Hemd bügeln, in den Anzug schlüpfen und ab geht es Richtung Office. Achnee, es ist ja Samstag… aber warum klingelt der Wecker?

Heute ist alles ganz anders, Nina muss zum Casting nach Köln und Papa bleibt zu Hause. Verkehrte Welt eben.

Es ist Ninas erster Ausflug ohne Luna, wie aufgeregt Nina deswegen ist, wird mir allerdings erst nach dem Aufstehen klar. Überall in der Wohnung kleben Zettelchen: „90ml Wasser, drei Löffel Milchpulver, Grießbrei nach Gefühl dazu geben, Obst nicht vergessen“. Ich muss schmunzeln.

image

 

 

 

 

 

 

Nina ist schon auf dem Weg zum Flughafen, als die Prinzessin aufwacht. So richtig irritiert scheint sie nicht zu sein, dass Mama gar nicht da ist (das würde ich Nina so natürlich nie sagen). Bester Laune bereiten wir ihr den morgendlichen Brei vor. Natürlich streng nach den Anweisungen. Der kommt dann auch bestens an. Natürlich vergeht das Frühstück nicht ohne ein paar beruhigende Nachrichten an die Mama… Wiedererwartend wird die Prinzessin wohl nicht verhungern 😉

Mit einem Milch-Fläschchen hat sich die kleine Maus dann schnell wieder auf ins Land der Träume gemacht. Auch das also kein Problem und da Nina die Wohnung Katalog-mäßig hinterlassen hat und auch sämtliche Wickel-Taschen oder was man sonst für einen Ausflug (oder eine zwei-wöchige Reise) brauchen könnte, schon gepackt und an der Tür parat gestellt hatte (mit entsprechendem Zettelchen), hatte ich also auch noch ein bisschen Zeit, um zu arbeiten.

Das vorgekochte Mittagessen (Süßkartoffel mit Apfel), die erste Jogging-Runde, viel Spielen und Quetschi, der abendliche Brei und ein bisschen Fussballgucken. Die kleine Prinzessin hat mir einen ganz besonderen Tag gemacht, der für mich völlig entspannt war und für Nina bestimmt eine Qual…

Dass ein Papa kein vollständiger Mama-Ersatz ist, wurde mir dann beim abendlichen ins Bett gehen klar. Nachdem Luna das Milchfläschchen quasi „geext“ hat und ich erst Nachschub warmmachen musste, hat sie mich wirklich fragend angeguckt. Dass plötzlich kurz keine Milch zur Verfügung steht, kannte sie bisher ja nicht. Dass sie das mittelprächtig findet, hat Luna recht deutlich gemacht… aber ein bisschen Kuscheln auf dem Arm war glücklicherweise auch eine Alternative, eine sehr schöne sogar, für uns beide ♡

Vollzeit-Dad wäre eine coole Alternative und eine gute Abwechslung! Ich drücke Nina also noch mehr die Daumen, dass sie bei dem Casting überzeugen konnte 😉

Jetzt geht’s mit ’nem Bierchen auf die Couch, die Prinzessin schläft, die EM läuft und Nina krebst noch mit der Bahn durch die Gegend…

Cheers

Papa Benni

1 Kommentare

  1. Ich bin Vollzeit Papa und stimme Dir voll zu: Ein Tag ist super! Mach das mal länger und bereite alles selber vor und du wirst merken was für eine grandiose Organisation du brauchst. Vor allem wenn die Kleinen an Deinem „Rockzipfel“ hängen.

Kommentare sind geschlossen.