Abgestillt.

Erst hat Luna geweint, dann wir beide und dann nur noch ich… „still“ und heimlich.

Ich weiß, wer nicht stillen kann oder will, kann oder will es nicht mehr hören. (Der muss ja jetzt auch nicht weiterlesen!) Aber es gibt NICHTS liebevolleres, innigeres, berührenderes, näheres, wunderbareres und lebendigeres als sein Kind zu stillen. Nicht Mamas sind jetzt wahrscheinlich auch raus. Das ist auch völlig ok. Ich kann hier natürlich sowieso nur für mich reden. Und Widerworte und gegensätzliche Erfahrungen sind legitim;)

Trotzdem bin ich immernoch geflasht und gefühlsduselig ( und total verheult) und auch irgendwie geschockt von dem was ich gerade getan habe. Und um euch wirklich und wahrhaftig daran teilhaben zu lassen schreibe ich euch nun auch direkt. Einfach so wie es aus mir heraussprudelt.

Nach 19 Monaten und 3 Tagen habe ich nun tatsächlich abgestillt. A B G E S T I L L T.

WOW. Hätte mir das jemand vorher prophezeit, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Niemals hätte ich für möglich gehalten, dass ich „eine von diesen Müttern“ sein werde, die ihr Kind so lange stillt. Aber Kinder sind unterschiedlich, und so passt man sich eben an. Die Natur macht es möglich;) Das ist wohl der Lauf der Dinge wie man so schön sagt. Und meine Luna wollte nunmal 19 Monate und 3 Tage lang gestillt werden. Zuletzt zumindest Nachts und zum Einschlafen natürlich. (Und auch heute Abend war das so sicherlich nicht ihr Plan.)

Ich hatte mir da zwar kein Limit gesetzt, aber in letzter Zeit habe ich schon des öfteren mal gedacht, dass sie nun eigentlich mal damit abschließen könnte. Und ich auch.

Wie gesagt, es war nicht geplant. Ganz spontan wusste ich plötzlich jetzt oder „nie“. Den richtigen Zeitpunkt dafür gibt es wohl nicht. Und doch war heute auch allein deshalb schon ein guter Moment, weil ich allein mit ihr zu Hause war. Denn der Papa hätte sonst auch noch mitgeweint. 1000%. Denn es war furchtbar. Und furchtbar laut.

Auch war der der Zeitpunkt allein deshalb schon ideal, weil ich fast die ganze Woche frei habe und ihr notfalls noch mehr Aufmerksamkeit schenken kann als ich es ohnehin schon immer mache. Um ihr auch ohne Stillen so nah wie möglich zu sein.

Stillende Mamas werden verstehen was ich meine. Alle anderen halten mich jetzt wohl für verrückt. Aber das ist ok.

Meinen Sohn habe ich damals übrigens nur etwa 8-9 Monate lang gestillt, er hatte nach und nach kein Interesse mehr daran. So hatte sich das Thema von allein „gegessen“. Bei meiner Tochter hingegen ließ dieser Moment auf sich warten. Ich selber habe mir immer wieder gesagt irgendwann kommt der Tag an dem sie meine Milch nicht mehr interessiert. Aber Pustekuchen. Dieser Tag X kam und kam einfach nicht. Und ich selber war wohl auch sehr inkonsequent.

Gerade weil ich sehr viel arbeite, hatte ich wohl immer das Gefühl ihr nicht auch noch das Stillen nehmen zu können. Mein schlechtes Gewissen ließ sich so beruhigen und Luna auch.

Und heute, ganz ohne Vorwarnung und ganz spontan habe ich es einfach getan. Ich habe ein ganz normales Milchfläschchen zubereitet und es mit ins Bett genommen. Ich habe ihr erklärt, dass sie nun groß genug ist um ohne Mamas Milch einzuschlafen. Es folgte ein wahrscheinlich 7 Minütiger Wutanfall. Viele Tränchen sind geflossen. Mein großes Mädchen war traurig und wütend und irgendwann total erschöpft und durchgeschwitzt. Wann genau ich angefangen habe mit ihr zu weinen weiß ich nicht genau. Und plötzlich war es ganz still. Mit großen Augen hat sie mich angeschaut und mich mit Küsschen überhäuft. Dann hat sie ihr Fläschchen genommen und daraus getrunken. Ich habe bestimmt eine halbe Stunde lang gesungen, ihre Füße gekrault und ganz nah bei ihr gelegen. Nicht so nah wie in den letzten 19 Monaten und 3 Tagen, aber so nah wie möglich. Ganz friedlich ist sie eingeschlafen, ihr Fläschchen ganz fest umschlungen.

Und ich… ich habe weitergeweint. Still und heimlich.

Ich werde diese besondere Zeit nie vergessen und für immer in meinem Herzen tragen ❤ Danke Luna.

Deine Mama

49 Kommentare

  1. Liebe Nina,
    vielen Dank für Deine offenen Worte. Ich habe richtig Tränen in den Augen. Uns steht der Moment noch bevor – mein Sohn ist 15 Monate – und ich sehe dieser Zeit mit gemischten Gefühlen entgegen.
    Ganz liebe Grüße
    Nicole

  2. Nina, Danke für diesen ehrlichen Post
    Ich bewundere diese Stärke…
    Ich habe auch lange gestillt und denke sehr oft an diese schöne und so besondere Zeit zurück!
    Mit nichts zu vergleichen und kostbar für die Erinnerung!

  3. Hast du das schön geschrieben. Ich muss glatt mitheulen, da kommen Erinnerungen hoch. Bei uns hat das Abstillen der Kleinen der Papa übernommen, indem er zwei Tage mit ihr weggefahren ist. Und es lief ohne Tränen (ihrerseits zumindest). Vorher war es mir nicht möglich. Aber toll, wie Luna auf dich reagiert hat.

  4. Ich bin soooo sooooo soooooo gerührt von diesen wundervollen Zeilen und werde nun die Stillzeit mit unserer 10 Monate alten Tochter noch mehr genießen um jeden Moment davon später in meinen Erinnerungen tragen zu können.

  5. Liebe Nina, ich bin auch eine von „diesen“ Mamas und hätte es vorher auch nie gedacht 😉 UND – ich habe weitergelesen 🙂
    Ich kann es sehr gut nachvollziehen, denn mir ging es ähnlich. Meine kleine Maus ist ca 5 Wochen jünger als Luna und ich musste leider aufgrund gesundheitlicher Probleme abstillen, als Pauline 8 Monate alt war. Es ist mir alles andere als leicht gefallen, vor allem weil ich wusste dass ich bis zum Tag X abgestillt haben muss, da ich Medikamente einnehmen mussste, die sich in die Muttermilch übertragen. Hätte mir vor meiner Schwangerschaft gesagt, dass ich beim Thema (Ab)stillen so emotional reagiere, ich hätte es vermutlich nicht geglaubt… jetzt ist es schon fast ein Jahr her und trotzdem bringt mich dieses Thema noch so in Aufruhr. Als ich deinen Blogpost darüber gerade gelesen habe, konnte ich jetzt einfach nicht anders, als dir so einen ewig langen Kommentar hier zu lassen… Dieses einzigartige Gefühl, dazu in der Lage zu sein, sein Kind zu ernähren, ihm eine unsagbare Nähe und Geborgenheit zu geben, ist das schönste, das man sich vorstellen kann! Ich würde immer wieder Stillen und beim nächsten Kind auch gerne noch länger 😉 mittlerweile kommt meine Maus super ohne Muttermilch zurecht, aber sie trinkt immer noch jeden Morgen ihre Flasche Milch und wir genießen dieses Ritual jeden Tag aufs Neue, uns in diesen Minuten so nah zu sein und zu kuscheln 😉

    So, das wurde jetzt etwas ausführlicher aber ich hatte das Gefühl mir das nochmal von der Seele zu schreiben. Ich wünsche dir und Luna alles Gute und genießt jede Minute miteinander!!! Liebe Grüße aus Erlangen, Yvonne

  6. Hanewinkel Carina

    Liebe Nina, jetzt sitze ich hier und weine mit dir. Dieser Moment wird für uns auch irgendwann kommen und ich betrachte es auch mit gemischten Gefühlen! Ich bin froh dass es nicht nur mir so geht! Danke für deine Worte und fühl dich gedrückt! Carina

  7. Warum wolltest du abstillen? Scheinbar war doch weder sie noch du bereit, bei all den Tränchen.
    Ich verstehe nicht warum du jetzt möchtest das sie sich an ihre Milchflasche klammerst, während du doch da bist und ihr doch die Brust geben könntest. Ich hätte weitergestillt und hätte unabhängig davon geübt ohne Brust einzuschlafen. Meine ist drei und sie trinkt abends 3 Minuten, dann schläft sie seelenruhig ein. Mich stört das gar nicht , für sie ist es alles.
    Überleg es dir doch bitte nochmal und mache die Luna wieder glücklich.

    • Kerstin Ostertag

      Das macht mich richtig sauer deine Nachricht. Ich stille seit 15 Monaten und mein Sohn lässt sich einfach nicht abstillen. Das bedeutet seit 25 Monaten verzichte ich auf einige Sachen meinem
      Sohn zu liebe. Was aber viel schlimmer ist. Mein Sohn wird seit 7 Monaten jede Nacht mehrmals wach und will gestillt werden.
      Ja, jede Nacht. Jede Frau hat einfach Gründe warum es vorbei sein soll. Viele Tränen kommen doch automatisch. Nur weil man abstillen will wird man ja nicht herzlos. Also bitte höre auf anderen Müttern so etwas zu schreiben und diese selbst entscheiden zu lasssen.

    • Du sprichst mir aus der Seele. Ich kann es sich nicht verstehen so plötzlich abzustillen. Ich stille seit 22 Monaten und werde weiter machen so lange meine kleine das braucht.

  8. Warum wolltest du abstillen? Scheinbar war doch weder sie noch du bereit, bei all den Tränchen.
    Ich verstehe nicht warum du jetzt möchtest das sie sich an ihre Milchflasche klammert, während du doch da bist und ihr doch die Brust geben könntest. Ich hätte weitergestillt und hätte unabhängig davon geübt ohne Brust einzuschlafen. Falls es dir mehr Freiraum verschafft. Meine ist drei und sie trinkt abends gerade Mal noch 3 Minuten, dann schläft sie seelenruhig ein. Mich stört es gar nicht , für sie muss es einfach das schönste sein. Sie entspannt sie vollkommen und ist bereit für die Nacht.
    Überleg es dir doch bitte bitte nochmal und mache die kleine Luna und dich wieder glücklich!

    • hab ich auch grad beim lesen gedacht. ihr habt doch gar keinen Grund aufzuhören. Und wenn es einmal mit der Flasche geklappt hat, heißt das doch noch lange nicht, dass es die nächsten Tage auch so gut geht.
      Versteh nicht, warum du um etwas weinst, was du dir selbst nimmst!
      bin fünffach-Mama und der kleinste mit 15 Monaten genießt und genießt….

  9. Verena Seban

    Also ich heul jetzt auch … Neben mir schläft seelig mein Muckelinchen und hat noch keine Ahnung, dass diese Nacht unsere letzte in dieser innigen Zweisamkeit sein wird. Morgen will ich abstillen – so der Plan.
    Deshalb freu ich mich grade richtig, dass du deine Erfahrungen und Gefühle so offen mit uns teilst!!
    Auch ich hab auf diesen Moment gewartet, wo man merkt, dass sich diese Bindung von selbst löst. Bei meinen beiden älteren Kindern war das so – man merkt, das Interesse wird weniger und man weiß irgendwann, JETZT ist es soweit. Diesmal warte ich da wohl umsonst und deswegen habe ich mich diesmal bewusst zu diesem Schritt entschlossen.
    Ich wünsch‘ euch noch unzählige innige Momente … deine Tochter hat dir heute so eindrucksvoll gezeigt, dass eure Verbundenheit auch ganz ohne dem Stillen einfach da ist!
    Glg Verena

  10. Silvia Jessen

    Liebe Nina,
    Ich verstehe Dich voll übt ganz. Ich habe 6 Kinder, habe alle gestillt bis sie nicht mehr wollten teilweise nur 1 Jahr manchmal länger. Meine jüngste Tochter zeigte keinerlei Anstalten nicht mehr stillen zu wollen , so haben wir beide das abends zum einschlafen und mittags genossen. Als sie dann 5 war und sie mir beim Mittagsschlafestillen dann anfing währenddessen vom Kindergarten zu erzählen war für mich der Zeitpunkt da zu sagen dass sie doch eigentlich jetzt alt genug ist auch ohne „kike“ -so hieß es bei uns – einzuschlafen. Sie schaute mich gross an , fing am zu überlegen , umarmte mich und schlief so ein. Ich war total stolz auf sie , fühlte mich dann aber total überrannt und mir liegen die Tränen als ich dann aus dem Zimmer ging. Es ist immer ein Abnabelungsprozess auf beiden Seiten und tut weh . Aber es gibt s
    Doch nichts schöneres für die Kinder wenn sie mit einbezogen werden ins Gross werden und ich du de es toll wenn man die Möglichkeit dazu hat.

    • MenaManu

      Darf ich dich fragen, wie du mit dem Thema Alkohol für so lange Zeit umgegangen bist? Bei mir ist auch nach 20 Monaten noch kein Stillende in sicht und ab und zu mal wieder ein Glas Wein zum Essen vermisse ich schon 😉

      • Ich habe jetzt bestimmt seit 3 Jahren nichts getrunken und vermisse das auch überhaupt nicht! Auch jetzt, wo ich ja wieder könnte habe ich irgendwie nicht das Bedürfnis. Geht auch sehr gut ohne;)

  11. Liebe Nina
    Ich verstehe total was du meinst
    Meine Tochter ist 17 Monate und vom Abstillen will sie auch überhaupt nichts wissen
    Klar ich genieße es aber der hob Beginn rückt immer näher nur sie lässt sich überhaupt nicht Abstillen
    Und wenn ich mit dem fälschen komm wird gebrüllt wie am Spieß.
    Da ich noch nen größeren Sohn habe und abends immer alleine bin ist das gar nicht so einfach mich Abends so lange mit dem Thema Abstillen sich auseinandersetzen

  12. Sarah-Sophie

    Liebe Nina,
    Ich finde deine offenen Worte sehr schön. Ich kann leider nicht stillen dennoch kann ich mir sehr gut vorstellen was das für eine intensive Zeit für euch beide war.

    Ich denke deine Luna wird auch die normale Flaschenmilch gut akzeptieren.

    Alles Liebe

  13. Kristina

    Wunderschön! Meine erste Tocher hatte auch nach 9 Monaten kein Interesse mehr, deshalb war ich auch sehr überrascht das meine weite Tochter auch nach 2 Jahren noch stillen wollte.. erst als ich mit meinem sohn schwanger war habe ich sie abgestillt. Jetzt stille ich meinen Sohn schon fast 8 Monate, mal sehen wie lange er möchte.. immer wieder aus neue unbeschreiblich schön ❤

  14. Sandra Schlufter

    Liebe Nina, deine Worte sind so rührend! Ich hätte meinen Sohn auch gerne länger gestillt aber bei uns war nach sowieso anfänglichen Schwierigkeiten nach 4 Monaten Schluss ! Immer wieder habe ich Mütter beim stillen beobacht und war sehr traurig das ich dieses Erlebnis nicht mit Ihnen teilen kann, aber mittlerweile ist es zur Normalität geworden und die Flasche wird sich hier zum schlafen selber gegeben !
    Liebe Grüße aus München und eine schöne Woche! Sandra

  15. Liebe Nina,
    Mir sind auch sofort sie Tränen gekommen. Wir sind zwar erst bei 9 Monaten, aber irgendwann hat es auch bei uns ein Ende. Ich hoffe noch nicht allzubald. Bei meinem Sohn war nach 14 Monaten Schluss. Für uns beide okay von einen auf den anderen Tag habe ich es nicht mehr angeboten und er hat nicht danach verlangt.
    Bei meinem Mäusemädchen genieße ich es nochmal mehr. Vielleicht auch weil ich es danach nie wieder erleben werde.
    Danke für deinen Text.
    Alles Liebe.
    Sarina

  16. Liebe Nina,

    ich verstehe dich leider nicht. Wenn ihr beide darüber weint, die Kleine nach wie vor (deine) Milch braucht, warum stillst du ab? Also ich verstehe es nicht, kannst du die Gründe erklären? Wenn du sogar schreibst, dass du viel unterwegs bist und es eure gemeinsame Zeit war. Warum diese Zeit dann mit Flasche und Pulvermilch verbringen? Warum, wenn es euch beiden so scher fällt?

    Sicher, 19 Monate kommt dir lange vor, das natürliche Abstillalter liegt aber zwischen 4 und 6 Jahren, zumindest haben Kinder solange ein Saugbedürfnis. Das heißt, es ist ganz logisch, dass sie das noch nicht wollte.

    Liebe Grüße,
    Lu

    • Liebe Lucie,
      ich hatte einfach das Gefühl, dass unser Zeitpunkt gekommen war.
      Ja, sie hat geweint, aber nach diesen 7-10 Minuten in denen ich sie einfach mal anders beruhigt habe hat sie es einfach verstanden. Selbst in der Nacht, im Halbschlaf gab es kein erneutes „Theater“. Sie hat es kurz versucht und auf meine sanften Worte hin ihr Fläschchen erneut ihr Fläschchen genommen und ist friedlich an mich gekuschelt eingeschlafen. Heute morgen hat sie es sich auch direkt wieder geschnappt und sich selbst applaudiert;) ich denke das Thema ist soweit durch.
      Ich bin beruflich sehr viel unterwegs, und hatte einfach Angst demnächst tatsächlich mal den letzten Flug zu verpassen. Dann hätte ich das Gefühl gehabt sie im Stich zu lassen. So konnte sich Luna vertrauensvoll gemeinsam mit mir vom Stillen verabschieden. Es war für uns beide zwar sehr traurig, aber wunderschön. Jetzt beginnt einfach ein neuer Abschnitt. Ich gebe übrigens ganz normale Kuhmilch, kein Pulver. Und ich glaube selbstverständlich hat sich. Als erledigt. Sie liebt Wasser. Das werde ich für heute Nacht auf jeden Fall als Alternative bereit stellen. Ich muss jetzt allerdings erstmal Pfefferminztee trinken oder so, sonst Plätze ich;)
      Nina

      • Kerstin O

        Hallo Nina. Ich finde es sehr schade, dass du dich hier rechtfertigen musst. Versuche seit Monaten abzustillen und es klappt nicht.

      • Liebe Nina,
        ich bin sehr positiv überrascht, dass du auf meinen kritischen Kommentar geantwortet hast. 🙂 Das freut mich sehr. Nun verstehe ich es etwas besser, danke dir!
        Ich wünsch euch alle Gute für die nächste Zeit,
        liebe Grüße, Lu

  17. Liebe Nina,

    ich weiß, wie du dich fühlst. Ich habe meinen Sohn mit 23 Monaten abgestillt. Ich wollte es einfach nicht mehr. Ich habe gehofft, dass er es sich selber abgewöhnt…Aber Fehlanzeige.
    Es ist so schwer, wenn man den Kindern ihr liebgewonnenes Stillen einfach so wegnimmt. Zum Glück hat er es schnell hingenommen. Aber es war ein schlimmer Kampf ;(.

    Jemand, der selber nie gestillt hat, kann gar nicht nachvollziehen, was es überhaupt bedeutet. Es wird von vielen nur als Nahrungsaufnahme gesehen und man wird schief angeguckt, sobald das Kind Zähne hat und immer noch gestillt wird.
    Unsere Gesellschaft sollte diesbezüglich endlich offener werden!

    Viele Grüße
    Jana

  18. Oh das verstehe ich so gut.

    Meine erste Tochter wollte mit 8 Monaten nicht mehr gestillt werden.

    Mein mittlerer Sohn wollte mit 14 Monaten nicht mehr.

    Und mein härtefall meine kleinste hab ich 27 Monate gestillt und dann war es für sie oki das wir Abstillen. Haben nur noch abends gestillt zum einschlafen.
    Aber für sie war es trotzdem immer noch wichtig.

    Die Entscheidung wann höre ich auf ist immer etwas schwierig.
    Ich persönlich habe immer alle 3 Kinder selber entscheiden lassen.

  19. Jeannine

    Oh Gott, liebe Nina, jetzt heule ich auch. Ich kann dich so gut verstehen. Genau das gleiche steht mir mit meinem Engel jetzt auch bevor…
    Alles Liebe und herzlichen Dank für deine Worte ❤

  20. Oh weh. Ich musste echt weinen. Mir ging es ähnlich. Und auf einmal, nach eineinhalb Jahren war diese wunderschöne Zeit vorbei. Einfach so. Von eins auf zwei. Von jetzt auf gleich. Weil Nela es so wollte. Und dann stand ich da. Und hab sie das erste Mal ein Stück loslassen müssen auf ihrer Reise. Und trotzdem bin ich da. Für immer. Für sie. Aber wie gesagt, deine Worte gingen gerade unglaublich tief. Danke dafür!

  21. Oh man, traurigschön ist das. Und ich weine direkt mit. Mir steht dieser Moment auch total bevor, jetzt schon, obwohl der Kleine erst sechs Monate ist. Beim Großen waren es 14 Monate.. Und wer weiß, vielleicht ist es ja auch wirklich das letzte Mal.

    Danke für deine Worte und alles Liebe,
    Judith

  22. Sabrina Lukas

    Das ist ein toller Artikel.So gefühlvoll,ehrlich,verletzlich!Als ich Deine Worte gelesen habe,musste auch ich mit euch weinen.Mein Sohn ist fast 9 Monate alt,er isst gerne bei uns am Familientisch mit,stillt aber auch noch genauso gerne und viel.
    Ich genieße die Zweisamkeit sehr und halte mir dabei immer vor Augen wie wundervoll es ist ihm Nahrung,Liebe,Trost&Geborgenheit geben zu können.

    Danke,dass Du dieses emotionale Erlebnis teilst!❤️

  23. Anna Eckhoff

    Hallo Nina,
    ich kann mich gutin dich hineinversetzen. Meine Tochter Carla wird in ein paar Tagen 19 Monate alt und auch ich denke, dass es Zeit wird dem Stillen ein Ende zusetzen.
    Bis jetzt konnte ich ihr das Stillen am Abend und in der Nacht nicht nehmen, aber nun ist es an der Zeit.
    Wie war die Nacht bei dir ? Oder hat Luna durchgeschlafen?
    Übrigens sind mir gerade auch ein paar Tränen geflossen.
    Liebe Grüße Anna

  24. MenaManu

    Wunderschön geschrieben ich musste sofort mitweinen, weil meine Süße (20M) und ich gerade in der gleichen Situation sind… ich konnte es noch nicht durchziehen .. denn als ich es vor ein paar Tagen versucht habe hat sie angefangen zu husten und den hat sie jetzt immer noch.. für uns ist der Zeitpunkt wohl noch nicht gekommen…
    Wünsche euch alles Liebe

  25. Hah! Bei mir war das ganz ähnlich! Ich hätte nie gedacht, länger als vier Monate zu stillen. Im Gegensatz zu meinen „Öko“ Freunden, die immer Jaaahre stillen wollten, haben sie hingegen gar nicht lange „durchgehalten“. Nun nach 16 Monaten hatte eines Abends keine Lust mehr. Ich habe ihm eine Flasche ins Bett mitgegeben und ihm gesagt, dass er mal diese Milch probieren soll. Das ging zu meinem Erstaunen wunderbar. Nun, ein gutes halbes Jahr später, bereue ich es ein wenig. Aber naja, die nächstens Kinder werden kommen…
    Alles Gute an euch!

  26. Hallo

    Puhh härter Tobak der an die Nieren geht.
    Ich stille auch noch inzwischen schon fast 23 monate.
    Und mein kleiner deckt noch etwa 80% seines Bedarfs über das stillen …
    Überlegt hab ich auch schon ob und vor allem wie … zumal mein Umfeld sagt nun ist aber langsam mal gut
    Aber wenn er dann im Halbschlaf nach seiner mi ruft … oder sie tagsüber vehement einfordert, denke ich mir er brauch sie noch die Nähe die Verbundenheit Und die lecker mi ^^

  27. Liebe Nina, das geht ans Herz, ich weine glatt mit. Danke für deine ehrlichen und berührenden Worte. Unsere Kleine ist erst 7 Monate und allein der Gedanke sie irgendwann abstillen zu müssen, macht mich fertig. Sie Stillzeit ist einfach eine magische Zeit.

  28. Liebe Nina,
    Ich habe deine Zeilen mit viel Mitgefühl und Tränen gelesen und kann das alles sehr gut nachempfinden.Das wichtigste finde ich,dass man es mit seinem Kind zusammen durch steht und du hast Luna gezeigt,dass du da bist❤ und das ist finde ich das wichtigste beim Abstillen.
    Ich selbst stille meinen Sohn auch noch mit 3,das Abstillen ist momentan noch schwierig,aber ich denke der Punkt muss wie bei Dir irgendwann spontan da sein,zumindest habe ich es geschafft ihn ausser Abends abzustillen.
    Ich mache viel mit Homöopathie und kann dir zum Abstillen folgende Globuli empfehlen.
    Phytolacca D12. Einige Tage alle drei Stunden fünf Kügelchen einnehmen,vielleicht hilft es dir ja.
    Alles Liebe für Euch.
    Herzliche Grüße
    Tania

  29. liebe Nina, mit ein paar Tränchen in den Augen habe ich gerade deine lieben Worte gelesen. mir geht es in etwa gleich, unsere Tochter ist nun 13 Monate und seit 6 Tagen stille ich nun nicht mehr. Edda hat „nur“ noch morgens zum noch mal einschlafen getrunken und vor 6 Tagen hat sie ohne zu meckern einfach Wasser getrunken und ist neben mir wieder eingeschlafen. ich hatte mir auch keinen Zeitpunkt gesetzt, hab relativ früh gemerkt dass ich sie länger stillen werde und möchte. unseren Sohn Nelson habe ich 9 Monate gestillt.
    nun habe ich ein seltsames neues Gefühl im Bauch, weil mein Baby nun kein Baby mehr ist und auch ohne Mamas Brust glücklich und zufrieden ist. schön. aber auch traurig. ich kann dich also so gut verstehen und wünsche euch trotzdem immer wieder kuschelige Momente und alles Liebe!
    danke für deine Offenheit. Dani

  30. Jeannette

    Liebe Nina, ich versteh es zum Teil, zum anderen Teil aber auch nicht. Warum macht man sowas? Mir hätte es das Herz zerrissen wenn meine Kleine so geweint hätte. Aber vermutlich hat es Dir das auch. Und es war Dein Weg u Dein Wunsch, Deine Entscheidung. Mir tun die Kleinen immer nur so dolle leid wenn man das einfach so mit ihnen macht. Ich finde es schöner wenn die Babys sich selbst abstillen.
    Fühle Dich nicht angegriffen. Jeder geht seinen Weg. Und das ist gut u richtig für Dich…

  31. Liebe Nina,
    ich kann dich sehr gut verstehen. Nach einer Brustentzündung sah es bei uns nach 6,5 Monate so aus als ob ich abstillen müsste. Ich habe bei unserem „letzten“ stillen auch so sehr geweint und mein kleiner Schatz wollte auf keinen Fall die Flasche! Zum Glück konnte ich weiter stillen und ich habe jetzt schon große Angst vor dem Tag 🙁

  32. Oha 🙁 ich kann mich an diese Zeit damals auch noch gut erinnern. Es ging einfach nicht mehr, die eine Seite ging überhaupt nicht mehr. Dann die andere nur noch mit von hinten anlegen. Dann iss sie mich und ich war immer total angespannt weil ich Angst hatte das es gleich wieder passiert. So hörte ich mit 9 Monaten auf und hab tagelang nur geheult. Ich wollte meine Milch wieder. Auch weil ich einfach weiterhin alle 2Std hoch musste um ne pulle zu machen. Alle 2std hellwach und das bis sie 14 Monate alt war… meine neue Tochter möchte ich nun länger stillen. Obwohl das stillen nun seeehr anstrengend wird. Sie ist nun 4 Monate alt und ihre Schwester 26 Monate alt. Sie ist oft sehr abgelenkt oder schon drüber 🙁 ich hoffe ich halte trotzdem noch ewig durch. Dir alles Gute, ich hoffe deine Tränen trocknen schnell und du bereust es nicht.

  33. Liebe Nina,
    danke für diesen tollen Artikel!
    Ich hatte meine Tochter 15 Monate lang gestillt, zuletzt auch nur noch abends und nachts. Irgendwann war ich einfach nur genervt vom „Rumnuckeln“, ich wollte meinen Körper wieder für mich.
    Mithilfe einer Stillberaterin habe ich meine Tochter nur noch bei jedem 2. Verlangen nach der Brust gestillt, dazwischen gab es Tee aus der Nuckelflasche. Nach 3 Tagen war das Thema ohne große Proteste gegessen. Trotzdem denke ich sehr gern an diese intensive Zeit der Nähe zurück und würde es jederzeit wieder machen.

    Alles Gute

    Teresa

  34. Danke!!!
    So wahre Worte. Ich habe meine Tochter 18 Monate stillen dürfen.
    Irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem wir beide nicht mehr so 100% glücklich waren. Mit meiner Hebamme habe ich dann ein tolles Gespräch geführt und sie hat mich dadurch super aufgebaut und mir „neue Kraft“ gegeben.
    Doch dann hat meine Tochter ihre Entscheidung selber getroffen und sich ganz friedlich 2 Tage nach dem Gespräch selbst abgestillt.
    Sie war glücklich – ich war unendlich traurig!
    Ich hatte mir zwar so oft gewünscht meinen Körper wieder für mich zu haben, aber jetzt wo es so war habe ich mich leer und nutzlos gefühlt.
    Gott sei Dank verging es schnell und wir sind sehr glücklich.
    Liebe Nina, hör einfach weiter auf dein Herz <3
    LG Eva mit Mia Rose

  35. Gaaaaanz toller Beitrag Nina! Ich hab das auch noch vor mir, mein Sohn ist 14 Monate und will auf Seine Abend/Nacht Milch nicht verzichten! Du gibst mir Mut mit diesem Beitrag, ich hab mich schon oft gefragt wie ich abstillen soll und wann! Ich werde es auf mich zukommen lassen und auch spontan nach Gefühl abstillen! Ich wünsche Dir und Deiner Familie eine tolle Zeit, genieße jeden Augenblick! ❤️

  36. Gänsehaut pur. Pipi in den Augen. Vor alles das wahrste überhaupt, wer genau das nicht erlebt hat, kann es einfach nicht nachvollziehen. Unmöglich.

  37. Wunderschön geschrieben, ehrliche Gefühle in Worte verfasst. Ich werde jeden Stillmoment mit meinem Zwerg jetzt noch ein wenig mehr genießen. Du hast das genau richtig gemacht.

  38. K1 ist auch jede Nacht alle Stunde wach geworden. Habe ihn nachts abgestillt indem wir ihm gesagt haben, dass die „Mimi“ nachts schläft und wenn die Sonne aufgeht gibt es wieder „Mimi“. Die erste Nacht war toben und Wut angesagt. Die zweite Nacht hat er durchgeschlafen. DURCHGESCHLAFEN!!! Nie zuvor hatten wir das. Ich habe 1000 mal geschaut, ob er noch atmet!
    Mit K2 ist auf jeden Fall der Plan, dass sie nachts früher keine „Mimi“ mehr trinkt als K1. Die Kraft habe ich auch gar nicht mehr… Mal sehen, ob sie mitmacht. 🙂
    Jedes Kind und jede Mama ist anders. Findet Euren Weg.
    Mit der Erfahrung von K1 würde ich jedoch schon sagen, dass durchschlafen und nachts nicht mehr stillen ab einem bestimmten Entwicklungsstand (alle Zähne da, keine Schübe mehr, wie Babys in den ersten Monaten etc. ) zusammenhängt.

  39. Katja Hofmann

    Hallo, als ich den Titel las, dachte ich sofort, da steht bestimmt etwas drin was uns helfen könnte. Ich stille seit 11 Monaten, aktuell nur noch abends und nachts, aber da auch alle 3-4 Stunden. Ich denke oft darüber nach, wie das Abstillen bei uns klappen könnte, aber leider trinkt Ella nicht aus der Flasche und sie nimmt auch keinen Schnuller. Sehr schön geschrieben der Text.
    Viele Grüße Katja

  40. Hallo liebe Nina! Als ich deinen Beitrag las, fühlte ich mich sofort an unser abstillen erinnert.
    Ich habe gestillt bis mein Sohn 12 Monate war, 7 davon voll . Für mich war es notwendig, da ich wieder Vollzeit im 3 Schichtdienst angefangen habe und ich nachts meinen Schlaf brauchte. Mein Sohn wollte nachts noch 3-4 mal gestillt werden.
    Ich hab auch von jetzt auf gleich aufgehört. Hab meinem Sohn eine Flasche angeboten, die er auch direkt nahm. Vorher war an Flasche nicht zu denken. Er wäre lieber verhungert, als das er die Flasche genommen hätte.
    Und tada, seit diesem Tag an schläft er auch durch. Es sei denn er ist krank.
    Ich hatte genau so Angst um die Innigkeit die man durch das stillen hat. Aber mein Sohn ist heute 2,5 und kuschelt immer noch total gerne und wir beide genießen das sehr.
    Ganz liebe Grüße
    Nicole

  41. Toll das es bei euch so gut geklappt hat. Mein erster Versuch ist kläglich nach drei Abenden Kampf gescheitert. Zwergus will nicht von seiner „Haia“ lassen auch wo er nun schon 21 Monate ist. Ich drück mir die Daumen bis zu seinem 2. Geburtstag erfolgreich zu sein. Ende November werde ich nämlich zwei Nächte wegen einer Dienstreise unterwegs sein und bis dahin wünsche ich mir sehr, das wir zwei uns da einig werden… Liebe Grüße Nina, von Karo.

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