Luna’s Turbo-Geburt

Das ganz große Glück in 10 Minuten♡

Ich habe lange gezögert und mich gefragt, ob ich überhaupt über die Geburt unserer Tochter schreiben soll.
Denn sie war weder lang, noch qualvoll noch besonders schmerzhaft und ich möchte mir hier ja keinen Ärger einhandeln;) Es war ein einzigartiges Erlebnis. Aber der Reihe nach….
Am Abend vor der Geburt hatte ich plötzlich einen wahnsinnig geschwollenen und dicken linken Fuß, quasi „ohne Knöchel“. Er sah aus wie eine fiese schwabbelige Qualle. Nachdem ich meiner Hebamme per WhatsApp ein Foto davon geschickt hatte, befahl sie mir, mich umgehend auf den Weg ins Krankenhaus zu machen. Da ich schon bei meinem ersten Sohn eine leichte Schwangerschaftsvergiftung (Gestose) hatte, sollte unbedingt mal Blut abgenommen werden.
Ich habe trotzdem zu Hause noch mal schnell geduscht, schließlich war zu erwarten, dass sie mich direkt da behalten würden.

Wie befürchtet waren meine Blutwerte schon leicht bedenklich, so dass ich tatsächlich zur Sicherheit in der Klinik bleiben sollte. Man hat mir ganz sanfte Tabletten gegeben, um meine ohnehin schon leicht vorhandenen Wehen in Schwung zu bringen.
Wir verbrachten eine gemütliche Nacht in einem freien Kreissaal, da mein Freund unbedingt bei mir bleiben wollte und es nur dort ein Doppelbett gab. Ein Familienzimmer bekommt man nämlich erst nach der Geburt. Wir waren den Hebammen wahnsinnig dankbar, dass sie das möglich gemacht haben.

Es folgte eine lustige und aufregende Nacht, in der mein Freund wie immer wie ein Baby schlief – von Aufregung keine Spur. Ich dagegen war hellwach und habe auf richtige Wehen gewartet – aber auch davon keine Spur.

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Am nächsten Vormittag hat Lennox hat uns auch nochmal im Kreissaal besucht und uns ein bisschen das Warten auf die Wehen verkürzt, die kamen nämlich erst am späten Nachmittag so richtig in Fahrt. Gegen 16.30 Uhr wurde ich plötzlich relativ still und war äußerst konzentriert. Nach einem weiteren CTG waren sich die Hebammen sicher, dass die wehenfördernden Tabletten wirken. Ich übrigens auch;) Benni und ich gingen noch ein bisschen spazieren, wobei ich natürlich alle paar Meter stehen bleiben musste um die Wehe abzuwarten.


Mein Freund war ganz toll und hat mich ständig gefragt ob er etwas tun kann oder ob ich etwas brauche – aber so leid es mir auch tat, ich konnte ihm wirklich nicht antworten 😉

imageUm 19.00 Uhr bin ich in die Badewanne gehüpft um mich dort ein bisschen zu entspannen. Es war wirklich herrlich. Nur hatte ich leider das Gefühl, dass die Wehen schwächer und seltener wurden. Trotzdem war meine Hebamme davon überzeugt, dass die Kleine noch am selbigen Tage auf die Welt kommen würde. Ich war mir da nicht so sicher. Die Zeit in der Wanne habe ich genutzt, um eine PDA für mich auszuhandeln, das war bei Lennox Geburt nämlich eine wahre Wohltat. Aber dazu sollte es nicht mehr kommen. Sobald ich nämlich aus der Wanne geklettert war, wusste ich es geht los. Das war so um 19.46 Uhr. In diesem Moment kam der Anästhesist wegen meiner PDA zur Tür herein, natürlich wurde er sofort wieder rausgeschickt. „Es sei sowieso zu spät!“ hörte ich meine Hebamme sagen. ACH.DU.SCHEISSE. Mein Freund war die ganze Zeit ganz ruhig an meiner Seite und wahrscheinlich auch recht überrascht, dass plötzlich alles so schnell ging. Die Hebamme bat ihn per Knopfdruck die Ärztin zu rufen und während die Ärztin die Tür öffnete erblickte unsere Luna Victoria (3960g, 53cm) das Licht der Welt. Das war um 19:56 Uhr. Die Geburt hat keine 10 Minuten gedauert. Auch bei meinem Sohn ging damals alles ganz schnell und unkompliziert. Auch so eine Blitzgeburt. Echt verrückt.

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Es war wirklich unbeschreiblich schön. Ein absolutes Wunder! Die Kleine war perfekt und topfit.
Wir haben natürlich sofort den großen Bruder angerufen – schließlich sollte Lennox der erste sein der seine Schwester kennenlernt. Etwa 20 Minuten später war er schon bei uns im Kreissaal – kurz darauf auch der Rest unserer Großfamilie! Alle haben unsere Luna kurz bewundert und uns dann schnell wieder mit unserem großen Glück allein gelassen.

Ich bin immer noch total überwältigt und unendlich dankbar für meine zwei gesunden Kinder.
Ich hoffe meine offenen Worte machen euch Mut und helfen euch, euch auf dieses wirklich besondere Ereignis einzulassen und euch darauf zu freuen!!!

Und macht Euch bitte nach der Geburt bloss keinen Stress wegen Eurer Figur- ich bin davon überzeugt, dass es viel eher Veranlagung als Disziplin erfordert um schnell wieder den perfekten und viel beschriebenen After-Baby-Body zu erlangen!
Ein Badeanzug ist ja auch mal schön, wenn ihr mit eurer Bikini-Figur noch nicht zufrieden seid;)

In diesem Sinne wünsche ich Euch alles liebe,
Eure Nina

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